Sabine Rieker: Die Postkartenschreiberin

January 27, 2019


Liebe. Die stärkste aller Kräfte. Sie habe sie beflügelt. 

Ich komme nach Hause und fische Rechnungen aus meinem Briefkasten. Zwischen den weißen Umschlägen findet sich eine verzierte, schnörkelige Postkarte. 

Darauf geschrieben steht: 

"Stuttgart, Kantinchen, 31.01.2018 10:46 

Liebe Seele,
DANKE fürs SEIN ganz allgemein & für (D)einen SELBSTSORGE-Onlinekongress im Besonderen. Dadurch erfuhr ich erstmals (bewusst) von Deiner Existenz; welch' WUNDER, dass es DICH gibt. Weiterhin viel FREUDE beim TUN & RUH'N wünscht Dir von Herzen 
Die Postkartenschreiberin" 


Die Schrift gehört Sabine Rieker. 


 

                             Bildrecht: Martina Issler
 

Der Selbstsorge Online Kongress, an dem über 2000 Leute teilgenommen und sich auf den Weg in ihr leichtes, erfülltes Leben gemacht hatten, lag gerade hinter mir. Das Glücksgefühl, wie viele Seelen für sich einstanden, mit den Speaker*innen mitgefiebert hatten, sich erinnerten an ihre Selbstfürsorge, war unbeschreiblich.

Und zur Krönung diese liebevolle, überraschende, geschwungene Karte. 

Von Online zu Papier

Über Social Media kontaktiere ich Sabine und frage verwundert, ob diese Karte von jemandem in Auftrag gegeben wurde. Und Sabine antwortet, es sei ihr selbst ein innerer Auftrag gewesen. 

In den zurückliegenden Jahren durfte Sabine bezüglich Selbstfürsorge nach eigener Aussage Einiges lernen. Bis Mitte 2013 habe sie sich hauptsächlich darum bemüht, es allen in ihrer Umgebung recht zu machen und Erwartungen von außen zu erfüllen. 
Die KongressInterviews frischten alte Impulse aus ihrer Gesprächstherapie auf und bereicherten sie mit ganz neuen Inspirationen.

"Tief empfundene DANKBARKEIT für die Auseinandersetzung mit Dir selbst, der Annahme Deiner Themen & den offenen Austausch darüber mit anderen ZauberMenschen.", habe Sabine im Kongress gesehen, sagt sie heute. 


 

 

Wow. Einfach beeindruckend und unendlich berührend.

Seit dieser ersten Begegnung im Januar 2018 verfolge ich Sabines Arbeit gespannt, sehe in Beiträgen, wie sie in Cafés sitzt und unaufhörlich schreibt. Leute neugierig auf sie werden, Sabine Cappuccino-Flatrate gegen Karten-Abo tauscht und Menschen mit Wünschen für Postkarten auf sie zukommen. 

Seit ihrer Kündigung nimmt sich Sabine vermehrt Zeit für das, was ihr am meisten Freude bereitet - Das Postkartenschreiben. 
Es sei ihr das liebste Ausdrucksmittel, ihr Ventil und die "stimmigste ART des Bewusstwerdens". Dankbarkeit, Freude, Glückseligkeit und Liebe sind ihr die wichtigsten Pfeiler, die sie durch ihre blumige Sprache vermitteln möchte. 


Inspiration: Umgebung 

Cafés sind eine von Sabines größten Inspirationsquellen.
Kaffee und Kuchen gehörten hier gern auf ihren Speiseplan und die Beobachtung von Menschen bringe ihr viel Genuss. Sabine genießt Geräusche und Düfte, da entfalteten sich vor ihr immer zauberhafte Szenen. Überhaupt scheint die Postkartenschreiberin sehr sinnlich.

Als leidenschaftliche Barfußläuferin habe sich ihr Geruchssinn intensiviert. Es erde Sabine und lasse sie bewusster gehen. Ihr ganzheitliches Wohlbefinden habe sich seitdem gesteigert. Kontakt zu Menschen bekäme sie durch das Barfußlaufen schnell, da Sabine erstaunt und interessiert darauf angesprochen werde.

 

                                  Bildrecht: Martina Issler
 

Als pure Magie sieht Sabine Postkarten:

"Diese aus Bild & Wort kreierten Energiebündel umgibt ein Zauber, der von Hand zu Hand fliegt, fließt, durch Bücher gleitet, an Kühlschränken oder Wänden, mal mit mal ohne Rahmen haftet... Kleine Handschmeichler, Balsam für die Seele, Erinnerer an schöne Zeiten, Zeugnisse von Zusammenhalt, Boten für Beziehungen aller ART, Wunderwerke, die wirken."

Ihre eigene Sprache komme hier zum Tragen, die sie sich erlaube.

Mit allen vermeintlichen Ecken und Kanten entstehe die perfekte Stimme wie von selbst. Das Schreiben habe Sabine gelehrt, weniger anspruchsvoll, kritisch und streng mit sich zu sein. 

Sie findet sehr schöne Worte und viel Wertschätzung für die Menschen in ihrem nahen und fernen Umfeld, die sie ebenfalls inspirierten mit ihrer "ART, zu sein". Ähnlich Pflanzen und der Natur allgemein. Auf Postkartenmotiven spiegele sich auch all das, das All - wie sie sagt, wider. Zeilen kämen so zu ihr geflogen. Die Motive seien Geisthelfer, die ihrer Fantasie und dem Wortfluss auf die Sprünge helfen. 


 

 

Beim Schreiben beruhige Sabine sich, halte fest, lasse los und ordne all ihre Eindrücke. Sie erhalte Antworten auf Fragen, erweitere ihr Bewusstsein, schärfe ihre Sinne. 

Soulwind-Leser*innen beschäftigen sich u.a. auch mit Stressreduktion und Erschöpfungsvorbeugung. Sabine empfiehlt Schreiben, um zur Ruhe zu kommen. Sie führe sich hierbei (auf Papier) vor Augen, was ist, was war, was sein könne.
Alles dürfe be- und geschrieben werden. Das Schweigen zu brechen, Worte zu finden für Unaussprechliches. Es fördere (Er)Lösungen und Heilungen auf zahlreichen Ebenen.  


Schreiben als Selbstfürsorge

Postkarten schreibt Sabine hauptsächlich mit Kuli und diese Handarbeit entspreche am ehesten ihren inneren Bewegungen, Schwingungen. Je ruhiger sie sei, desto eher könne sie aus sich heraus kreieren und schöpfen. 
Das Schreiben befreite Sabine von etlichen Themen und brachten Heilung hervor in der schriftlichen Auseinandersetzung, Verarbeitung. Eine erkenntnisreiche, reinigende Erfahrung.  

Wenn jede*r für sich selbst sorge, sei für alle gesorgt, sagt Sabine. Ihre persönlich größte Selbstfürsorge sei das Schreiben. Sabine ernährt sich nach dem Lustprinzip, hört auf ihren Körper und achtet auf liebevolle Gedanken, die dem Talmud gemäß zu Worten, Handlungen, Gewohnheiten, Charakter und Schicksal würden. Ihre Träume seien intensiv und Sabine mag es, sich diese zu notieren. Deutungen, die sie dazu liest, stärkten sie und Tagträumen lässt Sabine freien Lauf mit der Freiheit, was ihr gefalle, in die Tat umzusetzen. 


Sie wisse nicht, ob sie morgen noch sei und konzentriere sich daher auf den aktuellen Augenblick. Der Herzensweg steht für Sabine im Fokus. Sie sagt: "Das Herz schlug schon, bevor der Verstand das Denken begann & weiß einfach, was das Beste für mich ist, was mich glücklich macht."

 

                  Bildrecht: Martina Issler 


Sabines Postkarten erreichen Menschen, Tiere, Orte, Institutionen etc., wenn sie einen inneren oder äußeren Impuls verspüre, empfange. Die Themen reichen hier von alltäglichen, wundervollen Details, für die Sabine Dankbarkeit empfinde - Momentaufnahmen aus dem Hier und Jetzt. 

Maximale Berührung allerseits

Zum Abschluss des detaillierten Fragebogens gibt die Postkartenschreiberin zu verstehen: 

PS: Wow, ich DANKE DIR HIER, JETZT für diese fantastischen Fragen, die in mir für mich persönlich auf ein Neues heilsame Antworten ausgelöst haben;-) (...) Ja, ich freue mich auch MEGA, dass das Gesetz der Resonanz uns zwei verwandte Seelen zueinander geführt hat.Von Herz zu Herz: alle Liebe. Sabine

(StuttgART, 21.01.2019, Vollmond, magic monday)


Wer eine Postkarte erhält, ist maximal berührt. Da kommt die gesamte Gefühlspalette zum Tragen, Sabine erhält überraschende Rückmeldungen zum Erhalt der Postkarten aus allen Himmelsrichtungen. Für die Betrachtenden, Lesenden und Fühlenden sind die Postkarten Kunst, Philosophie, Versöhnungsangebot, Geschichte, alles und nichts davon und all das, was sie in ihnen sehen wollen. 

Meine liebe Mama und ich gehen gerade durch eine schwierige Zeit des Unverständnisses und der gegenseitigen Unsicherheit. Bei Sabine habe ich jetzt eine Postkarte in Auftrag gegeben. 



 

Kontakt 


Website: www.diepostkartenschreiberin.de

Facebook: https://bit.ly/2MyO2v7

Instagram: https://bit.ly/2sQRQPw






 

 

 



 

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